Mein lieber Durim, Bodrum, Goldlöckchen, Brain,
ich kann es kaum fassen, dass es jetzt schon 11 Jahre her ist, seit wir uns im Oktober 2015 an der Uni Paderborn kennengelernt haben.
War direkt ein platonisches Match wir zwei. Du das Brain 🧠 ich die Oma 👵🏼.
So hast du mich auch in deinem Handy eingespeichert, mit dem ollen Oma-Smiley, weil ich wie du sagtest, faul wie eine 80-jährige war und satte zwei Jahre älter war als du.
Und ich dich mit einem Gehirn-Smiley, weil das warst du – das tragende Glied in unserem Duett, das mich erinnert, gestützt und motiviert hat, das Studium durchzuziehen. Vor allem aber warst du das Brain. Ich habe einfach irgendwann akzeptiert, niemals besser zu sein als du.
Du hast damals schon behauptet, dass ich das Studium nur geschafft habe wegen dir. Und wenn keiner zuhört, würde ich dir fast zustimmen.
Du warst für viele Menschen und auch für mich einfach eine Bereicherung. Kaum ein Mensch war so positiv und voller Leben und Lachen wie du.
Ich habe mir in den letzten Tagen unseren WhatsApp-Verlauf noch mal genauer angeguckt, und der ist voll – voller Lachen und Sprachmemos, die ich mir jetzt abgespeichert habe. Dein Lachen zu hören, wärmt mir das Herz. Die blöden Sprüche, die du mir ständig gedrückt hast, sind für immer wie eine Erinnerungsbox, auf meinem Handy. Und immer, wenn ich an dich denke, werde ich mir diese schreienden Memos von dir anhören, in denen du meist 15 Minuten lang vor der Ampel beim L Gebäude stehst - und ich dir wie immer einen Platz freihalten soll.
Du warst wie mein kleiner Bruder. Ich vermisse dich jetzt schon unendlich, und es tut weh, dir nicht mehr alle meine Geheimnisse und Sorgen erzählen zu können.
Du bist ein Kämpfer.